Eine Handvoll Zehen…

Heute durfte ich mich einmal mehr von meinen Pflanzen beeindrucken lassen. Unter Berücksichtigung des Mondkalenders können manche von ihnen gigantische Fortschritte machen. Wie sich herausgestellt hat, eine der Besten Investitionen im noch Jungen Jahr. Sofern man sich daran hält.

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Heute geht’s um den Knoblauch.

DSC06022Ein Zentimeter Wurzel pro Tag war der Anfang. Das war vor ca. 2 Wochen. Die Vorzucht von Knoblauch ist allerdings absolut unüblich und muss überhaupt nicht sein! In meinem Fall war es eher ein Versuchskaninchen, gemischt mit purer Neugier, wie sich das Ganze entwickelt.

Nun ja, jetzt weiß ich´s…

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Üblicherweise werden einfach die Knoblauchzehen einzeln im Herbst, wenn der Frost noch ein wenig auf sich warten lässt, oder einfach ab März/April in die Erde gesteckt.

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Heute habe ich den Knoblauch endlich in die freie Wildbahn entlassen… Mitten ins Erdbeerbeet. Eine ungewöhnliche Komposition, die sich ausgezeichnet verträgt. Solche Symbiosen gibt es viele. Pflanzen die sich gegenseitig bereichern und sich scheinbar zu Spitzenleistungen anspornen….

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Liebend gern lass ich mich überraschen – und Ihr solltet es auch tun!

Ab in den Bioladen, schöne Knoblauchzehe kaufen und am liebsten so bald wie möglich die einzelnen Zehen in die Erde pflanzen. Eine pflegeleichte Geschichte die im Herbst mit einer gewaltigen Intensität an Aroma auf die Ernte und den Kochtopf wartete!

Noch gut zu Wissen…!

Der Knoblauch gehört zu den Amaryllisgewächsen, wirkt anregend, blutdrucksenkend, antiseptisch und antibakteriell. Egal ob roh, gekocht oder gebraten. Er schmiegt sich wunderbarst an fast alle Gerichte. Eine fantastische Mischung ergibt er zusammen mit frischem Ingwer bei der beide Charaktere sich gegenseitig unterstützen und somit voll zur Geltung kommen.

Den Knoblauch am Besten fein schneiden oder mörsern, da er mit der Presse oft einen scharfen, teilweise auch metallischen Geschmack bekommt. Zu guter Letzt werden die Zehen auch besonders gern für aphrodisierende Gerichte verwendet.

Was tun damit?

Ich „parfumiere“ mein Salatöl damit. Dafür einfach Zehen einer maximal Halben Knolle teilen, schälen, grob zerkleinern, in eine Flasche geben und mit hochwertigem Olivenöl auffüllen. Falls vorhanden passt perfekt ein Zweig Rosmarin dazu. Dann die Flasche verschließen und mindestens 1 Woche bei Zimmertemperatur ziehen lassen. Umso länger – umso intensiver wird das Ganze.

Man muss sich allerdings nicht nur auf Dressings „beschränken“. Genauso geeignet ist es zum Grillen von Steaks, Kurzgebratenem oder einfach nur als „Finish“ auf der Pizza. usw. usw.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Viel Spaß beim Experimentieren!

Margot