Glasierte Schweinereien…

Liebe Leute,

die richige Jahreszeit und das perfekte Wetter um mich wieder einmal in der Küche aktiv zu beteiligen…

Ich mache es mittlerweile umgekehrt. Ich überlege, auf welches Kräutersalz ich Bock habe und danach richtet sich der Menüplan.

Löwenzahnblüte mit Rosmarin und Chili. Leuchten Gelb und angenehm würzig-feurig. Genau das tut mir und meiner Seele bei dem trüben Wetter gut!

Von der Kalbshaxe über Hackbraten bis zum Rehfilet oder Wildschweinkeule. Die Löwenzahnblüte schmiegt sich an JEDES Fleischgericht. Also los! Ab zum Metzger des Vertrauens und Schweinebauch kaufen. Leicht durchzogen aber nicht all zu fett. (alles relativ!)

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Weiters benötigen wir fürs Erste an Zutaten: eine Karotte, eine Kartoffel, eine Knoblauchzehe und natürlich eine Zwiebel.

Jetzt lasse ich ein wenig! Butterschmalz in der Pfanne zergehen. In der Zwischenzeit auf der Fettseite das Fleisch ca. 0,5cm tief rautenförmig einschneiden und dann großzügig mit dem Löwenzahnblütensalz einreiben. Bei einem Kräuteranteil von etwa 50% im Salz, darf es ruhig etwas mehr sein! Noch flott die Zwiebel und die Knoblauchzehe ganz fein schneiden und dann geht´s auch schon zur Sache.

Sobald die Hitze hoch genug ist, das Fleisch auf allen Seiten scharf anbraten. Denn jetzt sind die Poren geschlossen und der Saft bleibt im Braten!

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Wenn die Farbe passt, den Schweinebauch aus der Pfanne nehmen und kurz rasten lassen, denn nun bereiten wir die Sauce zu.

Dafür geben wir in die Pfanne mit den Röstrückständen die Zwiebel und den Knoblauch dazu. Gleichzeitig einen Esslöffel Mehl zum binden. Umrühren und ja nicht aus den Augen lassen, da das Ganze sehr schnell Farbe annimmt.

Bei schön brauner Röstung einfach mit Gemüsenfond aufgießen und nochmal kurz aufkochen lassen.

Als nächstes widmen wir uns unserer „Glasur“. Eine extrem geschmackvolle Draufgabe, die unserem Braten geschmacklich sehr gut tut! Dafür brauche wir einen Mörser, ganzen Kümmel, ein wenig Imkerhonig und etwas Öl (oder Wasser).

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Ein Esslöffel Honig in eine kleine Schüssel geben, etwa einen Teelöffel Kümmel im Mörser klein mahlen und für die Konsistenz, damit sich die Glasur gut auf dem Braten verteilen lässt, ein wenig Wasser oder Öl. Je nach Belieben.

Natürlich könnte auch gleich gemahlener Kümmel verwendet werden. Wer allerdings schon einmal in den Genuss gekommen ist, an frisch zerstoßenen Kräuter und Gewürze zu geschnuppert, weiß die vielfache Intensität der ätherischen Öle zu schätzen!

Zurück zu unserem Hauptdarsteller. Das Fleisch hat in der Zwischenzeit in einer „ofentauglichen“ Schale Platz genommen. Dazu gebe ich die geschälten und in „Schnitze“ geschnittene Karotte und Kartoffel. Dann gieße ich die abgeschmeckte Sauce zum Fleisch und schlußendlich bepinsle ich den Braten großzügig mit der Honig&Kümmelglasur.

Und jetzt: ab in den auf 160 Grad vorgeheizten Ofen.

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Gemütlich, entspannt und schlußendlich butterzart verbringt unser Braten hier die nächsten eineinhalb Stunden. Dazwischen immer wieder mit dem eigenen Saft übergießen.

Für uns gibt es die klassischen Beilagen dazu! Sauerkraut mit Wacholderbeeren und Loorbeer und auf vorderwälderisch: an „Hafaloib“. Eine regionale Ködelart aus traditionsreichen Rezepten überliefert.

Eine pflegeleichte Rezeptur die ich jedem zum Nachmachen empfehlen kann!

Tja dann…. Maaaaahlzeit!!

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